Urheberrecht
5 Beiträge in diesem Rechtsgebiet.
-
Was ist ein Selfie wert? OLG Wien zum angemessenen Entgelt bei Schnappschüssen
Ein privat verschicktes Selfie landet über ein eingebettetes Video auf einer Nachrichtenseite. Das Erstgericht meinte, dafür hätte niemand gezahlt – null Euro. Das OLG Wien korrigiert: EUR 250 angemessenes Entgelt, EUR 500 Duplum.
-
Metall auf Metall VI: Sampling als Pastiche
Nach 27 Jahren Prozess im Sampling-Streit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham: Die Übernahme von zwei Sekunden Rhythmus ist seit dem 7. Juni 2021 als Pastiche zulässig. Für Österreich ist das Urteil vor allem ein Blick auf eine Schranke, die es hier so nicht gibt.
-
Der Facebook-Post als Werk: EuGH stärkt Urheber und Presse zugleich
Darf eine Online-Zeitung einen 22-zeiligen Facebook-Post einer Lehrerin vollständig abdrucken? Der EuGH sagt: Der Post kann urheberrechtlich geschützt sein – und Mitgliedstaaten dürfen die Presseschranke auf kurze Auszüge begrenzen. Eine generelle Einschränkung dieser freien Werknutzung auf nichtkommerzielle Zwecke ist dagegen unionsrechtswidrig.
-
Parodie in der politischen Kampagne
Die Freiheit der Parodie endet keineswegs erst bei diskriminierenden Inhalten oder einer nachweislichen Verletzung materieller Interessen. Vielmehr ist ein umfassender Ausgleich anzustellen, bei dem das Interesse des Inhabers von Rechten an einem Kinderbuch zu berücksichtigen ist, nicht mit einer politischen Kampagne in Verbindung gebracht zu werden.
-
Dienstnehmerwerk auch bei Außendienstmitarbeitern
Ein Außendienstmitarbeiter entwirft eine Weihnachtsbeleuchtung für eine Einkaufsstraße. Achtzehn Jahre später klagt „seine" spätere Gesellschaft gegen den Nachbau — und scheitert an einer Klausel im Dienstvertrag aus 2003. Der OGH nimmt nebenbei zum Werkbegriff nach der EuGH-Entscheidung Mio Stellung.
Keine Beiträge gefunden. Filter zurücksetzen oder Suchbegriff ändern.
Sie benötigen Unterstützung im Urheberrecht?
Jetzt Kontakt aufnehmen